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Auf ein Wort...

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Ps. 38,10

Im Wohnstift Frieda von Bodelschwingh hängt der Monatsspruch jeweils eingerahmt und mit einem Foto als Hintergrund im Treppenhaus vor der Kapelle. Mein Blick fällt auf ihn, wann immer ich an ihm vorbeigehe – zum Gottesdienst oder auf dem Weg hinüber auf die Pflegestationen im Abendfrieden.

Sicher, manchmal gehe ich achtlos an ihm vorbei, nehme ich nicht mehr wahr, was dort so selbstverständlich an seinem Platz hängt. Aber meistens geht es mir doch so, dass der Satz für einen Moment mein Interesse auf sich zieht, während ich unterwegs bin. Und dann ist er da mitten zwischen all den Besuchen, die ich mache: Du weißt, Gott, was mich jetzt bewegt.

Und ich stelle mir vor: Eine der Schwestern macht sich am Sonntagmorgen auf den Weg zum Gottesdienst, und ihr Blick fällt auf diesen Psalmvers:

HERR, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen.

Ja, das stimmt, so mag sie denken. Gleich werde ich wieder mit den anderen zusammen Gottesdienst feiern – und doch zugleich ganz für mich sein können. Gott allein kann in mein Herz sehen. Ich werde einfach nur da sein und wissen: HERR, du weißt, wonach ich mich sehne.

Eine Bewohnerin kommt von einem Besuch auf der Pflegestation zurück, sie sieht noch einmal zurück, ehe sie zum Wohnstift abbiegt: HERR, mein Seufzen ist dir nicht verborgen.

Ach ja, mein Gott, darauf verlasse ich mich, so könnte es ihr durch den Kopf gehen. Du weißt, wie es gerade gewesen ist. Ich saß am Bett, und die, die ich besucht habe, konnte mir nicht mehr sagen, wie es ihr geht.

Aber an ihren Augen habe ich gesehen, dass sie alles mitbekommt, was um sie herum geschieht. Du, Gott, weißt, wonach sie sich sehnt. Ihr Seufzen bleibt dir nicht verborgen.

Auf dem Weg zur Pflegestation sieht eine Schwester im Vorübergehen zum eingerahmten Monatsspruch. Selbst nicht gut zurecht, hat sie sich dennoch fest vorgenommen, eine kranke Mitschwester zu besuchen.

HERR, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen ist nicht verborgen.

Ja wirklich, so mag sie zustimmen, du kennst mich, Gott. Du weißt, wie mühsam mein Alltag gerade ist und wie mich die Schmerzen plagen.

Dieser Besuch jetzt steht mir bevor. Steh mir bei, hilf mir, damit ich mich in der nächsten halben Stunde konzentrieren und Geduld haben kann.

Der Monatsspruch, so finde ich, hängt an einem guten Platz.

Susanne Timm-Münden ist Pastorin in Sarepta

 

Wochensprüche / Wochenlieder

  • 19. Sonntag n. Trinitatis (07.10.) – Erntedankfest
    Heile du mich Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. Jeremia 17, 14
    Wochenlied: Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren (EG 320)
    Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Psalm 145, 15
    Wochenlied: Ich singe dir mit Herz und Mund (EG 324) oder: Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit (EG 502)
  • 20. Sonntag n. Trinitatis (14.10.)
    Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6, 8
    Wochenlied: Wohl denen, die da wandeln (EG 295)
  • 21. Sonntag n. Trinitatis (21.10.)
    Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12, 21
    Wochenlied: Ach Gott, vom Himmel sieh darein (EG 273) oder: Zieh an die Macht, du Arm des Herrn (EG 377)
  • 22. Sonntag n. Trinitatis (28.10.)
    Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. Psalm 130, 4
    Wochenlied: Herr Jesu, Gnadensonne (EG 404)

 

Weck mich aus aller Betäubung, Gott.

Wecke meine Sinne.
Wecke meine Augen für die Farben, die leuchten.
Wecke meine Ohren für den Klang, der um mich schwebt.
Wecke meine Hände für die Hand, die man mir reicht.
Wecke meine Nase für den Duft, der mich umgibt.
Wecke meinen Mund für den Geschmack des Lebens.
Wecke mich auf, Gott!

Paul-Friedrich Klein

 

 

Unser Glaube ist schwach und doch mächtig,
denn es ist ein klein Geistlein im Herzen,
das heißt unaussprechlich Seufzen, und der Heilige Geist tritt dazu,
der es versteht.

Martin Luther

 

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