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Auf ein Wort...

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Hebr. 11,1

„Sag mal, glaubst du an Gott, Sebastian?“, fragt Kim.

„Nee, Du etwa?“

„Ja, ich schon.“

„Hast du ihn schon mal gesehen?“

„Nee, leider nicht.“

„War er wenigstens schon mal im Fernsehen oder bei Youtube?“

„Nee.“

„Na also. Warum soll ich dann an ihn glauben? Ich glaube nur, was ich sehe.“

„Ich glaube an Gott, weil ich die Geschichten über ihn gut finde. Und ich bete, weil es mir dann besser geht. Ich glaube, weil ich glauben will.“

Soweit das kurze Gespräch zwischen Sebastian und Kim (Namen natürlich geändert), zwei 9jährigen Kindern, die ich in meiner Arbeitsstelle, kennengelernt habe. Na, denke ich, religiösen Unterstützungsbedarf hat Kim jedenfalls nicht, und bin beeindruckt von ihrer Glaubensfestigkeit.

Szenenwechsel: Jeden Tag hören, sehen und lesen wir von Krieg, Terror, Not, Elend, Hunderttausende Menschen auf der Flucht, Natur- und Umweltkatastrophen. Sie ereignen sich meist weit weg von uns, manchmal aber auch ganz nah.

In Ankara, Pjöngjang, Moskau und Washington sind Präsidenten an der (Atom-)Macht, die zunehmend unberechenbar werden und die Welt unsicherer machen. Zu diesen globalen Schwierigkeiten kommen unsere ganz persönlichen Herausforderungen: Krankheiten, Verluste, persönliche, familiäre und berufliche Probleme (auch die in Kirche und Diakonie). Kein Wunder, dass da manche und mancher meint, die Erde wirke gottverlassen, und an seiner Existenz und Nähe zweifelt.

Ich denke wieder an Kim. „Ich glaube an Gott, weil ich die Geschichten über ihn gut finde. Und ich bete, weil es mir dann besser geht. Ich glaube, weil ich glauben will.“ Sie macht nicht den Versuch, Gott mit irdischen Methoden und Mitteln zu suchen, zu finden oder zu beweisen. Sie glaubt an ihn, obwohl, vielleicht auch gerade weil sie mit schwierigen Lebensumständen zurechtkommen muss.

In Hebr. 11, Verse 12 ff wird eine lange Liste von Menschen aufgeführt, die ihrem Glauben folgten. Abel, dessen Opfer von Gott angesehen wurde. Noah, der die Arche trotz des Gespötts der Leute baute. Abraham, der in die unbekannte Fremde zog, dort im Zelt wohnte und dennoch auf eine neue Heimat hoffte, wenigstens für seine Nachfahren. Sara, die fest an Gottes Zusage glaubte, noch ein Kind zu bekommen, obwohl sie dafür eigentlich schon zu alt war.

All diese beeindruckenden biblischen Figuren hatten eine mehr oder weniger unmittelbare Gotteserscheinung /- beziehung. Ihr Gottvertrauen und fester Glaube wird vom Autor des Hebräerbriefes ausdrücklich betont. Kann ich da mithalten? Stopp, denke ich, weil ich mich ertappe, Gott und meine Beziehung zu ihm mit vernunftgesteuerten Maßstäben messen zu wollen. Glauben ist jedoch eine Entscheidung. Eine, die (mehr) mit dem Herzen und nicht (so sehr) mit dem Verstand getroffen wird. Glaube ist das Vertrauen darauf, dass es Gott gibt; dass er in der Welt und meinem Leben wirkt, auch wenn ich ihn nicht sehe.

Ich glaube  Gott, weil ich die Geschichten über ihn gut finde. Und ich bete, weil es mir dann besser geht. Ich glaube, weil ich glauben will.

Diakon Stefan Hassebrauck arbeitet für Bethel.regional in der Tagesgruppe Halle, Jugendhilfe Gütersloh

 

Wochensprüche / Wochenlieder

  • Rogate (06.05.)
    Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66, 20
    Wochenlied: Zieh ein zu deinen Toren (EG 133) oder: Vater unser im Himmelreich (EG 344)
  • Exaudi (13.05.)
    Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12, 32
    Wochenlied: Heilger Geist, du Tröster mein (EG 128)

  • Pfingstsonntag (20.05.)
    Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. Sacharja 4, 6
    Wochenlied: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (EG 125)
  • Trinitatis (27.05.)
    Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! Jesaja 6, 3
    Wochenlied: Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (EG 126) oder: Gelobet sei der Herr, mein Gott (EG139)

 

 

Ich bin überzeugt, dass es
mit zum Erdenleben gehört,
dass jeder in dem gekränkt werde,
was ihm das Empfindlichste,
das Unleidlichste ist:
Wie er da herauskommt,
ist das Wesentliche.

Rahel Varnhagen (um 1810)

 

 

Wieder ein Morgen
ohne Gespenster
im Tau funkelt der Regenbogen
als Zeichen der Versöhnung

Du darfst dich freuen
über den vollkommenen Bau der Rose
darfst dich im grünen Labyrinth
verlieren und wiederfinden
in klarer Gestalt

Du darfst ein Mensch sein
arglos

Der Morgentraum erzählt dir
Märchen
du darfst
die Dinge neu ordnen
Farben verteilen
und wieder
SCHÖN sagen

an diesem Morgen
du Schöpfer und Geschöpf

Rose Ausländer

 

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